Beim Trading "im Flow" sein

Bei all den Performance Reports, Geldbeträgen und Statistiken, denen wir als Trader beim Handeln nahezu täglich ausgesetzt sind, ist es extremst wichtig, das eigenen Empfinden nicht zu vergessen oder gar zu vernachlässigen.

Deshalb geht es heute nicht um weitere Zahlen, sondern es geht um Dich. Um Dich als Trader. Und darum, dass Du Dich beim Trading wohlfühlst und Dein Handeln mit Leichtigkeit gelingt.

Es ist schliesslich etwas anderes, einen bestimmten Betrag auf dem Papier zu gewinnen oder zu verlieren oder den Trade in der Praxis umzusetzen, live zu erleben und ja, auch zu spüren.

Schau bitte einmal auf die unten eingefügte Grafik.

Als Trader sollten wir während des Tradings „im Flow“ sein.

Dies ist ein Zustand, den wir uns idealerweise in allen Bereichen unseres Lebens wünschen, doch heute betrachten wir diesen Zustand aus der Sicht eines Traders.

„Im Flow sein“ ist der Zustand, bei dem sich einfach alles gut und richtig anfühlt, der perfekte Moment, wenn einfach alles entspannt dahingleitet, wenn Dich das Gefühl von leichtem Rückenwind trägt...

In der Grafik siehst Du diesen Bereich grün eingefärbt. „Im Flow sein“ ist der Bereich zwischen Sicherheit und Herausforderung.

Der grüne Bereich ist der, den wir hier in erster Linie erzielen wollen. Du siehst: auch wenn es etwas unterhalb in den Zustand der Sicherheit übergeht, dann ist dieser Bereich auch noch grün eingefärbt. Eine gewisse Sicherheit ist wichtig und tut gut.

Aber Achtung: Wenn Du Dich zu sehr an die Sicherheit gewöhnst, kann es auch zu einer Unterforderung kommen. Dies kann dann im weiteren Verlauf zu Langeweile und einem Bore Out führen und dann macht einem die Tätigkeit keinen Spass mehr..

Auf der anderen Seite ist es natürlich auch wichtig, eine gewisse Herausforderung zu haben. Auch dieser Bereich ist in der Grafik noch grün eingefärbt. Aber Achtung, dass aus der Herausforderung keine Überforderung wird! Dies kann im weiteren Verlauf zu unnötigem Stress und gar zu einem Burn Out führen.

Als Trader kannst Du Deinen „Wohlfühlfaktor“ mit dem von Dir gewählten Risiko steuern.

Zu wenig Risiko könnte Dich unterfordern und schnell zu Langeweile führen. Das könnte darauf hinauslaufen, dass sich ein Trader nicht mehr an seinen Trading Plan hält, um wieder einen „Kick" zu bekommen.

Zu viel Risiko kann Dich im Trading hemmen. Wenn wir uns beim Trading unwohl fühlen und aus der Herausforderung eine Überforderung wird, kann dies zu Stress führen. Verluste können richtig weh tun und die Angst vor einem weiteren Verlust kann auch hier zum Nichteinhalten des Trading Plans führen.

Schau: Im CFD / Forex Handel, zum Beispiel mit der Trading Plattform MetaTrader, kannst Du bei jedem Trade, den Du eingehst, die Anzahl der gehandelten Lots eingeben. Standardmässig ist 1.00 Lot eingestellt.

Das absolute Minimum, das Du handeln kannst, ist ein Mikrolot, also 0.01 Lots. Das Maximum, das Du handeln kannst, ist die Anzahl an Lots, die Du mit Deiner Kontogrösse unter der Berücksichtigung der geforderten Margin in dem entsprechenden Markt handeln kannst.

Doch dies sind wieder nur die technischen Grenzen. Heute wollen wir weg von den Zahlen auf dem Papier und hin zu den Zahlen, die Du wirklich mit Freude und Spass handeln kannst.

Daher beobachte Dich, Dein Verhalten und Deine Emotionen während des Tradings. Gerne auch vor einem Trade und auch nach einem Trade, den Du mit Deinem gewählten Risiko eingegangen bist.

Bist Du „im Flow“? Hast Du genau den grünen Bereich in der Grafik getroffen - den Bereich zwischen Sicherheit und Herausforderung?

Diesen Bereich gilt es zu erzielen, denn in diesem Bereich steigen die Chancen, dass Du Dich an Deinen Trading Plan hältst, um ein Vielfaches.

Wenn Du mit Dir beim Trading im Flow bist, bist Du Deinem langfristigen Erfolg einen entscheidenen Schritt näher gekommen.

Alles Gute und erfolgreiche Trades,

Tobias Heitkötter

PS: .... und wann immer Du merkst, dass aus der Sicherheit langsam eine Routine und eine Unterforderung wird, kannst Du Schritt für Schritt Dein Risiko erhöhen, um im grünen Bereich zu bleiben.

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