Was Du als Trader von „Die Höhle der Löwen“ lernen kannst

Kennst du deine Zahlen?

Aktuell läuft im Fernsehen wieder meine absolute Lieblingssendung: „Die Höhle der Löwen“. Auch wenn ich sonst recht wenig Fernsehen schaue, Fussballübertragungen mal beiseite, ist „Die Höhle der Löwen“ eine Sendung auf die ich mich wirklich jedes Mal freue.

Du hast keine Lust zu lesen? Dann schau dir doch das Video zum Artikel an!

Was ist „Die Höhle der Löwen“?

Falls Dir die Sendung nichts sagt: Bei „Die Höhle der Löwen“ präsentieren Gründer ihr Produkt oder ihr Geschäftsmodell potenziellen Investoren, um sie für sich zu begeistern. Das Ziel ist es, von den Investoren nicht nur eine finanzielle Unterstützung zu erhalten, sondern auch von ihrem Know-how und ihrem Netzwerk zu profitieren.

Das hat „Die Höhle der Löwen“ mit dem Trading zutun

Ich liebe diese Sendung, denn meiner Meinung nach hat sie recht viel mit dem Trading beziehungsweise dem selbstständig machen als Trader gemeinsam. Dafür gibt es mehrere Gründe:

1. Als Trader brauchst Du das richtige Mindset

Als Trader machst Du Dich automatisch selbstständig, sobald Du mit dem Trading Geld verdienen möchtest. Dieser Gedanke ist zunächst wichtig zu verstehen. Das bedeutet nicht, dass Du jetzt sofort ein Gewerbe bei der Industrie-, und Handelskammer anmelden musst. Als Selbstständiger benötigst Du allerdings ein entsprechendes Mindset, um Dich und Deinen Alltag erfolgreich organisieren und strukturieren zu können.

2. Die Vorbereitung beim Trading ist das A und O

Bei „Die Höhle der Löwen“ beschäftigen sich die Investoren vorher nicht mit dem Gründer. Das heisst: Sobald der Gründer vor die Investoren tritt gilt es vorbereitet zu sein, einen Plan zu haben und seine Zahlen zu kennen. Alles andere ist den Investoren völlig egal. Die Investoren hinterfragen nicht: „Bist Du verheiratet?“, „Hast Du Kinder?“ oder „Was hast Du vorher gemacht?“. Das kommt manchmal eher aus Interesse im Nachgang, um den Gründer besser kennenzulernen. In erster Linie fragen sie den Gründer jedoch:

  • „Was ist Dein Produkt?“
  • „Was ist Dein Geschäftsmodell?“
  • „Was ist Dein Plan?“
  • „Was hast Du an Kapital?“
  • „Wie viel Zeit hast Du zur Verfügung?“
  • „Was möchtest Du erzielen?“
  • „Wo soll die Reise mit Deinem Business hingehen?“

Genau in diesem Moment zeigt sich, ob der Gründer vorbereitet ist. Beziehen wir den Pitch des Gründers bei „Die Höhle der Löwen! auf das Trading, so muss sich der Trader mit ähnlichen Fragen wie der Gründer auseinandersetzen.

Stell Dir folgende Situation vor: Der Investor bittet den Trader sein Businessmodell vorzustellen und fragt: „Wie viel Kapital hast Du zur Verfügung und wie viel willst Du einsetzen?“.

Der Trader antwortet: „Da habe ich mir jetzt noch keine Gedanken gemacht. Ich schaue mal und gucke dann.“.

Der Investor fragt: „Ja und was möchtest Du erreichen? Wo soll denn die Reise hingehen?“.

Der Trader antwortet: „Da habe ich mir jetzt noch keine Gedanken gemacht.“.

Die letzte Frage des Investors: „Okay, aber wie sieht es mit Deiner Risikobereitschaft aus?“.

Der Trader antwortet: „Ja, also das lasse ich mal irgendwie auf mich zukommen.“

Spätestens in dem Moment, wo ein Gründer bei „Die Höhle der Löwen“ seine Zahlen nicht kennt, platzt einem Investor der Kragen. Wer die Sendung kennt weiss, dass das meistens der Investor Frank Thelen ist. In diesem Moment sagt er meistens so etwas wie: „Was hast Du für eine Frechheit hier hinzukommen und Deine Zahlen nicht zu kennen! Es gibt so viele andere Unternehmer die sich den Arm ausreissen würden, um die Chance zu bekommen hier zu pitchen und Du lässt Deine Chance so liegen und kennst Deine Zahlen nicht?!“.

Selbst wenn der Gründer dann sagen würde, er habe das beste Abitur in seinem Jahrgang und in Harvard studiert, wäre das Frank Thelen gerade völlig egal. Der Gründer ist in diesem Moment der Präsentation nicht vorbereitet und so kann und will ein Investor nicht in einen Gründer investieren.

An der Börse spielt der gegenwärtige Moment eine ebenso grosse Rolle wie beim Pitch in „Die Höhle der Löwen“. Beim Börsenhandel kommt es auf die Vorbereitung an. Die Vergangenheit oder die Zukunft spielen während dem Trading keine Rolle. Das stellt Chance und Herausforderung zugleich dar.

Habe ich ohne Vorkenntnisse überhaupt eine Chance im Trading?

Da es beim Börsenhandel auf die Vorbereitung ankommt, stellt sich natürlich auch gleichzeitig die Frage nach den Vorkenntnissen. Ich habe schon viele Trader erlebt, darunter auch erfolgreiche Geschäftsmänner, die Millionenverträge abgeschlossen, Firmen aufgebaut und diese für richtig viel Geld verkauft haben. Sie haben teilweise viele Angestellte unter sich und sind es gewohnt Erfolg zu haben. Fangen sie mit dem Trading an der Börse an, ist jedoch alles was sie vorher in ihrem Bereich gemacht haben völlig egal.

Auf der anderen Seite habe ich interessierte Trader, die glauben das Trading etwas für sie sein könnte. Sie haben vielleicht nicht studiert, arbeiten am Fliessband oder in Schichtarbeit und fragen mich, ob sie so überhaupt eine Chance auf Erfolg im Trading haben. Doch genau das ist das Schöne am Trading:

Jeder hat im Trading die gleichen Chancen. Es spielt keine Rolle wer Du bist, wo Du herkommst oder was Du vor dem Start gemacht hast. Das einzige was im Moment des Trades wirklich zählt ist Deine Vorbereitung.

Viele Menschen haben den Glaubenssatz: „Ich muss Mathematik oder zumindest BWL studiert haben, um die Börse zu verstehen“. Dieser Glaube ist allerdings völliger Quatsch. Ich habe ein Abitur in Deutschland mit einem Durchschnitt von 3,0 und kein Studium. Trotzdem bin ich in der Lage erfolgreich an der Börse zu traden. Ich kann es nur wiederholen: Der Börse ist egal, was Du vorher gemacht hast. Es zählt nur, wie Du im Moment des Geschehens auf den Handel vorbereitet bist.

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Die richtige Vorbereitung auf das Trading

Aus meiner eigenen Erfahrung als professioneller Trader und Trading Coach weiss ich, wie wichtig es ist seine Zahlen zu kennen. Daher kann ich Dir nur ans Herz legen: Kenne Deine Zahlen bevor Du anfängst zu handeln.

Stell Dir folgende Fragen, um Dir Deiner Zahlen bewusst zu werden:

  1. Wann habe ich Zeit zu handeln und zu welchen Zeiten möchte ich überhaupt handeln?
  2. Wie viel Startkapital habe ich zur Verfügung?
  3. Was ist meine Risikobereitschaft?
  4. Was sind meine Ziele?

Sei hier bitte so konkret wie möglich. „Ich will so viel wie möglich verdienen und riskiere alles.“ ist nicht konkret und wird Dich nicht weiterbringen. Habe diese Zahlen klar, denn nur so kannst Du sehen wo Du vielleicht noch Unterstützung benötigst.

Aus meiner eigenen Erfahrung als Coach weiss ich, wie essenziell es ist die Zahlen der Person zu kennen. Immer wieder kriege ich E-Mails mit Romanen von Interessierten, in denen sie mir ihre Lebensgeschichte erzählen und im letzten Satz erwähnen, dass sie auch gerne an der Börse handeln würden. Es ist nicht so, dass mich das nicht interessiert, ganz im Gegenteil. Ich finde es immer nett, wenn sich jemand vorstellt. Um jedoch zu wissen, ob ich dieser Person helfen kann, muss ich vorher wissen, wann sie Zeit hat, welches Kapital ihr zur Verfügung steht, welche Risikobereitschaft sie hat und was ihre Ziele sind. Erst dann können wir uns zusammensetzen und daraus gemeinsam einen sinnvollen Plan gestalten.

Fazit

Beim Trading ist die richtige Vorbereitung entscheidend. Sei Dir bewusst, wann Du Zeit für das Trading hast und gehe dabei immer von Dir selbst aus. Habe ausserdem Deine Zahlen im Kopf. Sei Dir sowohl darüber bewusst, welches Kapital Du zur Verfügung hast, als auch wie hoch Deine Risikobereitschaft ist. Sei Dir währenddessen immer klar darüber, wo Deine Reise hingehen soll. Mache Dir über Deine Ziele Gedanken, denn wer sein Ziel klar definiert und vor Augen hat, hat eine viel höhere Chance, dieses auch zu erreichen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Erfolg auf Deiner Reise.

Dein Tobias Heitkötter

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